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Archiv für August, 2008
Und wieder einmal hat es das Landesgericht Hamburg geschafft mich zu ungläubigem Kopfschütteln zu bewegen, denn folgendes habe ich letzte Woche gelesen: http://www.focus.de/digital/internet/tid…95872.html Keine Frage: Fehlurteile können vorkommen und wo gehobelt wird fallen Späne. Aber was sich das LGH in den letzten Jahren schon alles zum Thema Internet und freie Meinungsäußerung geleistet hat, grenzt für mich schon fast an absichtlicher Missachtung von Artikel 5 des Grundgesetzes: (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. Das ist nicht das erste Mal, dass das Landgericht Hamburg in diese Kerbe schlägt. Weitere Beispiele sind: http://www.heise.de/newsticker/Urteil-He…dung/66982 Aber man findet auch jede Menge weiteres Material, wenn man nur 3 Minuten in Google investiert. In seinen Urteilen geht das LGH grundsätzlich davon aus, dass jeder der ein Internet-Forum, Blog, Gästebuch oder ähnliche Plattformen bereitstellt auf denen Benutzer eigene Kommentare oder Meinungen abgeben können, auch dafür Sorgen muss, dass hier keine rechtswidrigen (z.B. verfassungsfeindliche oder kinderpornographische) Inhalte veröffentlicht werden. Soweit auch ganz verständlich. Das LGH geht allerdings weiter davon aus, dass die Betreiber auch dafür Sorgen müssen, dass solche Beiträge nicht nur gelöscht werden müssen wenn sie entdeckt werden, sondern dass diese garnicht erst veröffentlicht werden dürfen. Was das bedeutet, kann man leicht erschließen: Jeder einzelne Beitrag muss vor der Veröffentlichung geprüft werden. Bei Gästebüchern kleinerer Privat-Seiten mag das noch gehen. Bei mittelgroßen Blogs ist das allerdings schon eine ganze Menge Arbeit und bei großen, viel genutzten Web-Foren ist das schier Unmöglich bzw. nicht bezahlbar. Überträgt man diese Rechtssprechung auch noch auf Internet-Chats wird das ganze geradezu skuril (Oder würde irgendjemand von euch 15 bis 30 Minuten warten wollen, bis er die nächste Nachricht lesen kann?) Projeziert man diese Rechtssprechung auf das Leben außerhalb des Netzes, müsste man auch konsequent fordern: Würde diese Rechtssprechung also zu gelebter Praxis, hätten wir innerhalb relativ kurzer Zeit folgendes Ergebnis: Um dieses Desaster zu vermeiden gibt es in meinen Augen nur eine Möglichkeit: Ein neues, pragmatisches Gesetz für das Betreiben von entsprechenden Internet-Plattformen muss her, und zwar schleunigst!
Das morgendliche Aufschlagen der Zeitung gleicht immer mehr dem Durchlesen eines Verbotskatalogs, den sich viele Politiker für Deutschland wünschen. Rauchverbot, Alkoholverkaufsverbot, Killerspielverbot und nun soll auch noch das Überraschungs-Ei verboten werden. Diese ganze Verbotskultur erreicht somit ihren momentanen Höhepunkt an Lächerlichkeit. Man glaubt doch nicht wirklich, dass das Überraschungs-Ei Menschenleben bedroht, oder? Das Verschlucken von kleinsten Teilchen ist durchaus möglich - keine Frage- , aber dann sollte man auch gleich Bienen und Wespen verbieten, die beim Verzehr von Süßigkeiten auch einen enormen Risikofaktor darstellen. Dasselbe gilt eigentlich für jedes verschluckbare Teil im Haushalt. Leider müssen wir JuLis feststellen, dass dieser parlamentarische Verbotsübereifer nun auch die FDP-Politiker erfasst hat, denn anders kann man sich die Kommentare von Frau Gruß nicht erklären. Wenn wir schon bei sinnvollen Verboten sind: Ich persönliche fordere das Verbot von Rote Beete und Rosenkohl. Beide Gemüsesorten werden laut Studien, die ich über lange Jahre an mir selbst und meinen Bekannten durchgeführt habe, von Kindern als negativ empfunden und führen so zu einem schlechteren Image von Gemüse. Diese Entwicklung führt uns in eine Mangelernährung der künftigen Generation bis hin zu einem Zusammenbruch der Gesundheitssysteme.
Peter Fahrenholz von der Südeutschen Zeitung (SZ) sieht in seinem Artikel ‘Auf der Suche nach dem sozialen Herzblut’ in den Jungen Liberalen (JuLis) die interessanteste Nachwuchsorganisation. Dem kann ich nur zustimmen!!! Er beschreibt die vorherrschende Ideologie sowie Poltikauffassung, das Verhältnis der JuLis zu FDP-Größen sowie der FDP im allgemeinen und Unterschiede vollkommen korrekt. Ich würde es kaum anders sehen! Daher eignet sich dieser Artikel hervorragend für jeden, der Wissen will, was die JuLis ausmacht!!! Kurz die Wichtigsten Punkte aus dem Artikel:
Man möge mir nachsehen, dass ich schon wieder einen Text zur SPD verfassen, aber das Parteiausschlussverfahren gegen Wolfgang Clement kann eigentlich – und ich habe wirklich versucht es nicht zu tun – nicht unkommentiert bleiben. Das sich jetzt auch noch Kurt Beck höchstpersönlich in die Sache einschaltet, unterstreicht eigentlich nur die jämmerliche Verfassung der SPD. Die Angst vor der Linken treibt die ganze Partei zu Handlungen, die man als Außenstehender kaum noch nachvollziehen kann. Aus liberaler Sicht nur noch so viel: Sollte Wolfgang Clement ausgeschlossen werden, so würde man sich in der FDP sicherlich auch über einen neuen sozialliberalen Vertreter freuen |
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