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Aktueller Wissenstand ist nur aktuell gültig.
Ich lese seit neustem immer wieder Berichte von seriöser Forschung und seriösen Forschern, die der gängen Klimatheorien kritisch gegenüberstehen. In einem aktuellen Fall findet die Forschung direkt am Cern und somit an einer international bedeutensten Forschungseinrichtung. Ohne als Klimaskeptiker zu gelten, will ich ein Zitat aus diesem Artikel unterstreichen: “Es wird deutlich, dass wir grundsätzliche Zusammenhänge nicht verstehen.” Dass wir die Zusammenhänge nicht verstehen, darauf weiße ich gerne hin. In den Medien wird nämlich so getan als wüssten die Forscher genau, was genau zu tun ist, um zum Beispiel das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Dem ist aber nicht so. Dies liegt jedoch in der Natur der Sache. Zum einen beschäftigt sich Forschung immer mit dem Unbekannten und Überraschungen sind daher stets zu erwarten. Zum anderen das System Klima hochgradig komplex, chaotisch und nichtlinear. Dass man dennoch auf die Klimaforscher hören sollte, macht ein Kommentar zur Forschung deutlich, der Nichtforschern klar macht, wie Forschung tickt: “Die Modelle [Anmerkung: Klimamodelle] sind lückenhaft - einige Mechanismen, wie zum Beispiel der Effekt von Wolkenbildung ist im wesentlichen „noch nicht verstanden“, wie das in Forscherkreisen immer so schön heißt. Das bedeutet aber nicht, dass die Zahlen aus diesem Modell wertlos sind. Die Modelle sind so lange gültig, bis die Wissenschaft bessere Modelle entwickelt hat.“ Damit verlieren die alten Modelle nicht ihre Gültigkeit. Neue basieren meist auf den Erkenntnissen der alten. Dafür gibt es ein bekanntes Bild: “Standing on giants shoulders!” Es gibt Unsicherheiten in der Forschungen. Diese werden kaum kommuniziert. Vielmehr wird der aktuelle Wissensstand als absolute Wahrheit geprisen. In meinen Augen ist das gefährlich. Sollte diese “absolute Wahrheit” nicht so sein, der derzeitige Wissenstands stark ändern, dann wird die Akzeptanz der Wissenschaft in der Gesellschaft wieder erheblich sinken. Allen voran verkauft die Politik den aktuellen Wissensstand als eben jene absolute Wahrheit, um öffentliche Debatten zu unterdrücken und die Klimamassnahmen durchzusetzen. Aufgabe der Politik ist es zu vereinfachen. Die Akzeptanz der Wissenschaft droht darunter zu leiden. (Abschließend noch eine Randbemerkung: Ich halte die Anstrengungen für eine CO2-Reduzierung für extrem sinnvoll, vor allem die Abkehr vom Rohstoff Öl. Es ist einfach zu wertvoll, um es zuverheizen. Auch von CO2-Speichertechnologien halte ich wenig. Die Anstrengungen in nachhaltigen Technologien sind einfach zukunftssichere Investitionen.) Nachtrag:
Kommentare:
2 Kommentare zu "Aktueller Wissenstand ist nur aktuell gültig."
Jan am 9. Januar 2010 um 15:18
Noch ergänzend warum bei allen Unsicherheiten CO2-Reduktion sinnvoll ist. Öl ist eigentlich nicht nur zu wertvoll zum verheizen - wir sind durch Öl und Gas auch extrem abhängig von anderen Staaten (noch dazu solchen, die politisch nicht immer die stabilsten sind). Selbst wenn wir noch lange Zeit zuverlässig mit Gas und Öl versorgt werden, so wandert doch ein großer Teil unserer volkswirtchaftlichen Wertschöpfung durch diese Rohstoffimporte ins ferne Ausland. Dort werden dann dafür z. B. Skihallen in der Wüste gebaut … Regenerative Energien (aber noch wichtiger: Energieeffizienz/Einsparungen) machen uns so weniger abhängig und sorgen dafür, dass mehr Wertschöpfung in unserem/im europäischen Wirtschaftsraum verbleibt.
Christian am 9. Januar 2010 um 21:28
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